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Forschung


Im "Zentrum für Klassische Homöopathie" haben sich in den letzten Jahren verschiedene Schwerpunkte herauskristallisiert, die zum Gegenstand von intensiver Erforschung und kollegialem Austausch wurden.

- Im Vordergrund stand lange Zeit das Studium der Methodik des amerikanischen Homöopathen Cyrus Maxwell Boger, das zu zahlreichen Seminaren und Veröffentlichungen führte.

- Ein weiterer Aspekt ergibt sich aus dem Dialog zwischen dem Physiker Wolfgang Pauli und dem Psychoanalytiker C.G. Jung. Ein Dialog zweier Geistesgrößen, der den Boden bereitet für ein Weltbild, in dem sich die Homöopathie mit ihren Gesetzmässigkeiten ganz natürlich wiederfindet.

- Der dritte große Bereich kann mit "Die Sprache der Krankheit" umschrieben werden, eine Annäherung an frühere semiotische Denkweisen und ihre Übertragung auf die heutige Praxis. Besonders im Vordergrund stehen hierbei Themen wie Krankheits-Dynamik und "Westliche Pulsdiagnose".

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Boger



Die Art der Fallanalyse nach C.M. Boger gehört zu den grundlegenden Methoden der Arzneifindung und ist diejenige, deren kompetente Anwendung in Europa noch am wenigsten verbreitet ist. Zu diesem Zweck wurden die Methodik und die Repertorien Bogers untersucht, anhand praktischer Beispiele dokumentiert und für die Praxis zugänglich gemacht. Nachdem die homöopathische Vorgehensweise nach C.M. Boger inzwischen in den Praxis-Alltag integriert werden konnte, stehen jetzt Themen im Vordergrund, die den Stellenwert dieser Denkweise für die Homöopathie allgemein beleuchten. Denn daraus ergibt sich zwangsläufig eine erweiterte Sicht auf die Kentsche Homöopathie, auf die Keynote-Denkweise des H.N. Guernsey, auf die Idee der Generalisierung nach Bönninghausen usw.
Diese Themen, die Folgen für die Betrachtung der homöopathischen Materia medica und die aktuellen Entwicklungen und Ergebnisse aus der Praxis machen zur Zeit den Schwerpunkt dieses Themas aus.


Literatur:

Hrsg. Jens Ahlbrecht, Norbert Winter:
Die Homöopathie C.M. Bogers - Band 1

Hrsg. Jens Ahlbrecht, Norbert Winter:
Die Homöopathie C.M. Bogers - Band 2


Hrsg. Jens Ahlbrecht,, Elmar W. Funk und Norbert Winter:
Arzneimittel-Kompendium der General Analysis

Hrsg. Jens Ahlbrecht, Norbert Winter:
Boger-Bote
- Zeitschrift zum Homöopathie-Konzept C. M. Bogers

Norbert Winter: Der Schlüssel zu C.M. Bogers Synoptic Key

Cheryl F, Bragg/ Norbert Winter: Cyrus Maxwell Boger und das Erbe der amerikanischen Homöopathie

erschienen im Verlag Jens Ahlbrecht:
homepage des verlags jens ahlbrecht


Christian Meinhard stellt uns dankenswerterweise einen Index für die einzelnen Bücher zur Verfügung, um die Inhalte besser verknüpfen zu können:

Die Homöopathie C.M. Bogers - Band 1

Die Homöopathie C.M. Bogers - Band 2

Index zu N. Winter: Der Schlüssel zum C.M. Bogers Synoptic Key

Index zu Cyrus Maxwell Boger und das Erbe der amerikanischen Homöopathie

Gesamt-Index zu allen Werken bzgl. Cyrus Maxwell Boger

bzw direkt auf seiner Homepage
homepage von christian meinhard

Herzlichen Dank dafür !




Bogers Synoptic Key - 1. Auflage 1915


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Der Pauli-Jung-Dialog




Ein faszinierendes Kapitel der Geistesgeschichte ist der Dialog, der sich zwischen dem Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Pauli und dem Psychoanalytiker C.G. Jung entwickelte. Die Annäherung an eine gemeinsame Ebene zwischen der modernen Quantenphysik und der Jungschen Psychologie führt zu Betrachtungsmöglichkeiten, die für viele Aspekte u.a. im psychotherapeutischen, medizinischen und homöopathischen Kontext ein tieferes Verständnis ermöglichen, vielleicht sogar Hilfestellungen erlauben. Das so gewonnene Weltbild spannt den Bogen zwischen rationaler Wissenschaft und intuitivem Erleben und ermöglicht den Beginn eines fruchtbaren Dialogs zwischen den unterschiedlichsten erkenntnissuchenden und therapeutischen Strömungen. Bei Interesse an einer tiefen und engagierten Auseinandersetzung mit diesem sehr komplexen Gebiet würde ich mich über Kontaktaufnahme telefonisch oder per E-Mail freuen.




Die folgende Download-Datei informiert über das nächste Seminar Pauli-Jung ... und Bogers Daumen:
Pauli-Jung ... und Bogers Daumen


Einführende Literatur zum Thema Pauli-Jung:

E.P. Fischer: Brücken zum Kosmos
E.P. Fischer: Die aufschimmernde Nachtseite
E.P. Fischer: Ein Portrait - Wolfgang Pauli (DVD)
A.I. Miller: 137
W.Pauli: Physik und Erkenntnistheorie
C.G. Jung, W. Pauli: Naturerklärung und Psyche
K.v. Meyenn: Wissenschaftlicher Briefwechsel
C.A. Meier: Wolfgang Pauli und C.G. Jung
CERN: The Pauli Archive
H. Atmanspacher: Der Pauli-Jung-Dialog
H. Atmanspacher, H. Primas: Recasting Reality
C. Enz: No Time to be Brief
D. Lindorff: Pauli and Jung
S. Gieser: The Innermost Kernel
H.v. Erkelens: W. Pauli und der Geist der Materie
M.-L.v. Franz: Psyche und Materie
Th. Arzt, M. Hippius-Gräfin Dürckheim, R. Dollinger: Unus Mundus

Bei Fragen zu Beschaffung von entsprechender Literatur:
homepage des buchvertriebs bernd henne

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Die Sprache der Krankheit


Zu der Zeit der großen Homöopathen, die die Werkzeuge gestalteten, die wir heute verwenden, war die medizinische Denkweise nicht allein auf die Erstellung einer Diagnose und der daraus abzuleitenden Therapie ausgerichtet. Vielmehr interessierte oft mehr der Krankheitsprozess, der die Vorgeschichte, die aktuelle Situation und die Weiterentwicklung als einen fließenden Vorgang verstand.

Die Wahrnehmung bestimmter Zeichen und deren Auslegung führte dann zu prognostischen und therapeutischen Aussagen. Erst im Verlauf der letzten 100 bis 150 Jahre wurde dieses "semiotische" Denken auf das heutige "diagnostische" Denken eingeschränkt - die Betrachtung des aktuellen Ist-Zustandes im Sinn einer Organ-Erkrankung.

Die Beobachtungen der Semiotiker sind dadurch zumindest teilweise in Vergessenheit geraten - oft aber nur deshalb, weil sie sich nicht in das Korsett der Diagnosestellung zwängen liessen. Wenn jedoch die gesamte Dynamik der Krankheit interessiert, liegen in den Aussagen der Semiotiker wahre Fundgruben, die es für die heutige Praxis wiederzuentdecken gilt.

Hier ist das gesamte Spektrum der Semiotik interessant, um ihre Spuren in den Repertorien zu finden und die heutige Praxisrelevanz zu erkennen. Besondere Schwerpunkte finden sich z.B. in den Betrachtungen zur Krankheitsdynamik und auch in dem unendlich weiten Feld der "Westlichen Pulsdiagnose".

Im aktuellen Schul- und Fortbildungsprogramm finden sich entsprechende Seminare und Workshops, bei Interesse bzgl Vertiefung bestimmter Themen bitte melden.